
Die Pässe stehen bereits auf deiner Liste und die Routen sind gezeichnet. Aber wo schläfst du? Diese Wahl bestimmt, wie viel Anlauf du jeden Morgen benötigst und damit, wie viel du aus deiner Radwoche herausholst.
Die klassische Sellaronde-Route auf unserer Seite startet im Corvara in Badia, und das ist kein Zufall. Fahrrad Rebell nennt Corvara als eines der “vorgesehenen gemeinsamen Startgebiete” auf der Rennstrecke. Dennoch ist es nicht für jeden automatisch die beste Wahl. Wir stellen die drei Knotenpunkte anhand der Kriterien gegenüber, die wirklich zählen.
Die kurze Antwort: Corvara wenn du Kleider schichten willst, Canazei wenn Sie mehr Wert für Ihr Geld suchen, St. Ulrich wenn das Dorf und Offroad-Optionen mindestens so wichtig sind wie die Asphaltklassiker.
Der Vergleich im Überblick
- Corvara – Am besten geeignet für: reine Straßenwochenenden. Sellaronda-Zugang: direkt, von der Haustür aus. Zusätzliche Anreise: keine. Preisniveau: mittel-hoch. Dorf-Atmosphäre: funktional, kein Platz zum Verweilen. Bonus abseits der Straße: begrenzt.
- Canazei – Beste Wahl für: Wert und Flexibilität. Sellaronda-Zugang: direkt, auf der Rundstrecke. Zusätzliche Anfahrten: minimal. Preisgefühl: am freundlichsten. Dorfatmosphaere: ruhig, Esskultur mit italienischem und deutschem Einfluss. Bonus abseits der Piste: ordentlich.
- St. Ulrich – Am besten für: Gesamterlebnis und gemischte Gruppen. Sellaronda-Zugang: indirekt, zusätzliche Verbindungen nötig. Zusätzliche Anfahrt: die meisten Routenbau. Preisgefühl: hoch. Dorf-Atmosphäre: charmant, begehbar, voller Gastronomie. Bonus abseits der Piste: am stärksten (Schotter, MTB, Seiser Alm).
Corvara – hier sitzt jeder
Corvara liegt buchstäblich auf der Runde. Vom Dorf aus beginnst du ohne Umweg mit den vier Pässen. Fahrrad Rebell gibt die Runde aus Corvara vor 51,6 km mit circa 1.670 Höhenmetern, in beide Richtungen. Sie können morgens frühstücken, aus dem Dorf herausfahren und innerhalb von Minuten am ersten Anstieg sein.
Dadurch ist Corvara geeignet für kurze Ausflüge oder erste Besuche, wenn Sie jeden Skitag maximal nutzen wollen. Mehrere Tage? Von Corvara aus drehen Sie die Sellaronda im Uhrzeigersinn, gegen den Uhrzeigersinn, fahren Varianten in Richtung Arabba oder Falzarego und bauen Skipässe auf, ohne immer die gleiche Anfahrt zu haben.
Corvara ist kein Dorf, in das man sich verliebt. Kein süßer zentraler Platz, eher eine Hauptstraße mit Cafés und Restaurants entlang der Achse. Ladinische Kultur, gutes Essen, aber man kommt wegen der Routen hierher, nicht wegen der Flanierkilometer.
Preislich liegt Corvara im mittleren Segment. KAYAK zeigt 4-Sterne-Hotels ab etwa 80 £ pro Nacht mit insgesamt über 100 Unterkünften. Genug Auswahl, aber weniger breit als Canazei.
Canazei – mehr Hotel, mehr Budget
Canazei ist auch ein ausgewiesenes Startgebiet auf der Sellaronda. Fassa.com gibt sogar eine explizite Empfehlung: von Canazei gegen den Uhrzeigersinn fahren. Die Runde von Canazei ist laut Bike Rebel 62,6 km mit 2.030 Höhenmetern, etwas länger, da du mehr zu deinem Ausgangspunkt zurückkehrst.
Der große Unterschied zu Corvara liegt im Hotelangebot und im Preis. KAYAK zählt so etwa 400 Hotels In Canazei, 3-Sterne-Hotels ab 77 £ und 4-Sterne-Hotels ab 109 £. Das ist eine deutlich breitere Palette an Möglichkeiten, besonders nützlich, wenn Sie mit einer Gruppe buchen oder später in der Saison noch Verfügbarkeiten suchen.
Das Dorf selbst ist ruhig, mit einer Mischung aus italienischer und deutsch inspirierter Esskultur. Schön nach der Fahrt, auch wenn es weniger “Postkarten-würdig” ist als St. Ulrich.
St. Ulrich – der Charme und Offroad
Sankt Ulrich ist das schönste Dorf von den dreien. Geschäfte, Restaurants, Cafés, alles zu Fuß erreichbar. Mehrere Quellen beschreiben es als einen Ort, in den man sich schnell verliebt. Wenn der Aufenthalt mindestens so wichtig ist wie die Kilometer, dann wird Sankt Ulrich sehr attraktiv.
Für den reinen Sellaronda-Fahrer gibt es hier einen Kompromiss. St. Ulrich liegt nicht direkt auf der Runde. Man muss ein paar Schritte unternehmen, um von St. Ulrich auf die Sella Ronda zu kommen, und auch für Radfahrer gilt: Man braucht zusätzliche Anfahrtskilometer Richtung Wolkenstein oder zum Grödner Joch, bevor die eigentliche Arbeit beginnt.
Waar Ortisei wél een voordeel biedt: alles buiten de klassieke lussen op de weg. Je vindt hier meer dan 50 Schotterstraßen rund um das Dorf, Sie haben auch wunderschöne MTB- und Trailrunning-Möglichkeiten und den direkten Zugang zu Seiser Alm öffnet ein komplett zusätzliches Spielfeld. Fährst du mit einer Gruppe, in der auch Gravel-Fahrer oder andere Offroad-Fahrer sind, dann wird St. Ulrich plötzlich die klügste Wahl.
Was den Preis angeht, ist Gröden am teuersten. Man kann so verrückt machen, wie man will. Da wird sich schon noch ein Last-Minute-Angebot finden lassen. Aber budgetfreundlich ist es nicht. Dafür bekommt man aber viel Schönes geboten.
Wo finden wir dich?
- Erste Dolomitenreise, purer Asphalt, Wunschliste? Corvara. Kein Anlauf, direkter Zugang zur Sella Ronda, die klassische Variante, jeden Tag auf dem Fahrrad ist wichtig.
- Eine größere Gruppe, später gebucht, Preis-Leistungs-Verhältnis wichtig? Canazei. Mehr Hotels, besser für dein Budget, aber immer noch am Sellaronda.
- Längere Woche, Kies dabei, Dorf muss stimmen? St. Ulrich. Beste Atmosphäre, ein Offroad-Bonus, etwas mehr Optionen zur Sellaronda.
Eine Anmerkung zu den Distanzen: Die Sellaronda ist 55 km lang. Es gibt zwar verschiedene Angaben, aber wir halten uns gerne an die 55 km. Die Route finden Sie in unserem Artikel Radfahren in den Dolomiten.
Haben Sie sich für ein Basislager für Ihre Dolomitenwoche entschieden oder sind Sie noch unschlüssig? Wir freuen uns zu erfahren, welches Dorf es geworden ist und warum. Mehr über die Region erfahren Sie in unserer Übersicht. Radfahren in den Dolomiten.