Etwa 3,5 Stunden Autofahrt von Utrecht entfernt liegt das Großherzogtum Luxemburg. In all der Gewalt der umliegenden Regionen wie der belgischen und flämischen Ardennen, der Eifel und weiter südlich in den Vogesen wird dieses Gebiet schnell vergessen. Für viele ist es ein Zwischenstopp auf dem Weg zu sonnigeren Alpenregionen. Für Fußballfans sagen die Namen Dudelange, Differdange und Esch schon etwas mehr. Im Norden dieser Briefmarke auf der europäischen Karte liegen die Ardennen. Die luxemburgischen Ardennen natürlich. Wir begaben uns auf Erkundungstour und hier finden Sie die schönsten Orte für eine schöne Tour und einen tollen Fahrradurlaub! Radfahren in Luxemburg ist eine Empfehlung.
Schöne Spielplatzanlage
Die luxemburgischen Ardennen erstrecken sich grob entlang der Nordgrenze zu Belgien bis nach Redange im Südwesten und nach Diekirch im Südosten. Es handelt sich um ein wunderschönes Hügelland, in dem man sowohl durch die Länge der Anstiege als auch durch die Steigung überrascht sein kann. Ein kleiner Vergleich: Die rue du Sanatorium klingt freundlich, aber man muss bei 3,8 Kilometern und durchschnittlich 7% Höhenmetern doch einiges an Höhenmeter bewältigen. Und dort erreicht man sogar 15% (!) Meter!.
Es gibt zumindest viel zu sehen. Das Interessante an dieser Region ist das hügelige Gelände, aber auch die Möglichkeit, auf toller Gravel-Strecken zu fahren. Die Umgebung von Kautenbach ist eine geeignete Destination, aber auch vor der Grenze gibt es schöne unberührte Strecken, auf denen man ein tolles Abenteuer planen kann. Das Dreiländereck bei Ouren ist dann ein schöner Start- oder Zielpunkt für eine Mini-Abenteuer oder eine umfassendere Fahrradreise.

(c) Nas Raddine Touhami/VisitLuxembourg
Herrliche Grenzklassiker
Ach, und zum Thema Grenzen. Der Ort, an dem man in Luxemburg hingehen kann, ist doch ganz einfach der Mont St. Nicholas. Auf einer Strecke von 2,7 Kilometern erhält man 10,1% (!) Punkte, wobei eine Sonderwertung von 17% Punkten vorgesehen ist. Unvorstellbar und völlig ungewöhnlich in der Benelux-Region. Jeder spricht immer nur von der Ardennens Klassiker In Belgien, aber das darf auch sein. Das Schöne an dieser Klettertour ist der Startpunkt bei Bivels, wo man auch eine Art ‘Horseshoe Bend’ im Fluss Die Our hat. Die schöne Aussicht liegt jedoch auf der deutschen Seite des Flusses. Aber ach, das sehen wir uns erst einmal durch. Man kann diese Klettertour von mehreren Seiten aus machen. Kurz davor befindet sich auch die bereits erwähnte Rue de Sanatorium. Für die Liebhaber: Der Schloss von Vianden ist auch einen Besuch wert!

(c) Dominic Ketz
An die Wand (aufwärts)
Es gibt etwas mit den Steigungen, das den Namen ‘Mur oder Mur’ mit sich bringt. Mur van Geraardsbergen, Mur de Huy, Mur de Bretagne. Immer ein Spektakel. Auch die Mur de Putscheid, wie sie auch genannt wird, erreicht durchschnittlich 10,1%, ein Maximum von 15,4% und das über eine Strecke von gut 2 Kilometern ist eine harte Belastung für die Knie. Wie Rob van de Smaakpolitie sagen würde: Das macht dich nicht glücklich!
Umgeben von Kautenbach
Die Anstieg nach Kautenbach ist wunderschön. Man kann hier ziemlich lange unterwegs sein (4 Kilometer) und man hat hier verschiedene Möglichkeiten, sich dorthin zu fahren. Persönlich habe ich eine ganz besondere Verbindung zu dieser Region, denn als kleiner Junge habe ich in Wilwerwiltz zum ersten Mal in einem Hotel geschlafen. Das hat wirklich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Nun werde ich weniger von diesem Ort träumen, besonders nicht, wenn ich sehe, wo das Hotel stand. Neben der Bahnstrecke. Von Wilwerwiltz aus fahren Sie nach oben und Sie können nach dem Abstieg in Kautenbach rechts abbiegen und auf einem wunderschönen Radweg entlang des Flusses Wiltz fahren.

(c) Tristan Schmurr 
(c) Tristan Schmurr
Randje Luxemburg
Eine andere tolle Möglichkeit, das Gebiet zu erkunden, ist ein ‘Randstück’ Luxemburgs. Als Ausgangspunkt kann man das Dreieck nehmen und von dort entlang des Flusses nach unten Richtung Vianden fahren oder man fährt nach Westen Richtung belgischen Ardennen. Dort findet man bei Huldange den (einen der) höchsten Punkt Luxemburgs. An der Grenze befinden sich auch verschiedene Grenzzwischenpfosten, sodass man einfach die luxemburgische Variante der Grenze finden kann. Grenspal Grenzklassiker Du kannst fahren!
Mehr zu entdecken
Natürlich gibt es in diesem Großherzogtum noch viel zu entdecken. Die Südseite besprechen wir später in einem weiteren Beitrag. Auch wir sind noch lange nicht erschöpft von dieser Region und werden gerne wieder dorthin zurückkehren. Für jetzt: Genießen Sie es! Für weitere Inspiration gehen Sie auf die Website von Besuchen Sie Luxemburg!




Fragen & Tipps
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