Der Stilfser Joch bleibt für Radfahrer und individuellen motorisierten Verkehr geöffnet. Südtirol verbietet von nun an organisierte Motorradveranstaltungen auf Dutzenden von Bergstraßen in Schutzgebieten und über 1.600 Metern.

Die Provinzregierung in Bozen traf die Entscheidung am 19. Juni 2026. Die Maßnahme gilt unter anderem rund um die Stelvio, Jaufenpas, Timmelsjoch die Route um das Sellamassiv. Auch Zufahrtsstraßen zu Naturparks, den Dolomiten und anderen Schutzgebieten können darunter fallen.
Nach den Provinz Südtirol Die Regeln müssen Lärm, Emissionen, zusätzlichen Verkehr und Sicherheitsrisiken reduzieren. Sie passen zur Nachhaltigkeitsstrategie 2030 und zum Klimaplan 2040.
Auch nicht-kompetitive Veranstaltungen fallen unter das Verbot
Das Verbot gilt für Rennen mit Zeitmessung, aber auch für nicht-kompetitive Zusammenkünfte und Veranstaltungen, die hauptsächlich als Unterhaltung organisiert werden. Das gilt für Autos, Motorräder und Traktoren, unabhängig von ihrem Antrieb.
Die Grenze zwischen einem verbotenen Ereignis und einer erlaubten Gruppenfahrt ist noch nicht ganz klar. MotoPlus schreibt, dass eine erkennbare Organisationsstruktur ausreichen kann. Dadurch könnten auch geführte Touren oder Clubfahrten mit einem festen Treffpunkt unter die Regeln fallen.
Speedweek vervolgt een uitleg die minder ruimte laat voor interpretatie. Volgens die lezing zijn commerciële organisatie en betaling aan een organisator belangrijke kenmerken, terwijl ritten van vrienden of verenigingen als privéverkeer kunnen gelden. De praktijk moet uitwijzen waar de provincie de grens legt.
Keine autofreie Stilfser Joch
Die bekannten Haarnadelkurven des Stilfser Jochs bleiben somit für Motorräder und Autos zugänglich. Einzelne Verkehrsteilnehmer dürfen die betroffenen Pässe weiterhin befahren. Das Verbot richtet sich ausschließlich an organisierte Veranstaltungen. Das ist an sich schon sehr gut. Wir haben selbst oft genug gemerkt, dass ein Motorradclub für einen Radfahrer ein gefährlicher Mitverkehrsteilnehmer ist. Viel Show, unerwartete Bewegungen und vor allem Behinderung. Insbesondere bergab.
Auch Genehmigungsanträge, die am 19. Juni noch nicht abgeschlossen waren, werden nach den neuen Regeln geprüft. Bei Verstößen kann die Provinz eine Verwaltungsstrafe verhängen.
Provinzpräsident Arno Kompatscher sagte, dass das Verbot die Probleme auf den Passstraßen nicht allein lösen wird. Die Regierung arbeitet daher an zusätzlichen Maßnahmen gegen den Berufsverkehr und rücksichtsloses Fahrverhalten.
Der Südtiroler Alpenverein unterstützt den Schritt, doch Motorradverbände und Reiseveranstalter üben Kritik. Sie befürchten, dass auch normale geführte Touren betroffen sein werden. Einige Anbieter sagen, dass solche Fahrten 30 bis 40 Prozent ihres Sommerumsatzes ausmachen.
Wer diesen Sommer nach Südtirol fährt, kann die Pässe also noch nutzen. Rechnen Sie nur nicht mit autofreien Straßen aufgrund dieser Entscheidung. Sind Sie kürzlich über den Stilfser Joch oder die Sellastraße gefahren? Teilen Sie uns vor allem Ihre Erfahrungen mit dem Verkehr.