Ralph Ornelis ging im Auftrag von CyclingDestination auf ein Gravelabenteuer in den Abruzzen. Die Region Abruzzen in Italien ist relativ unbekannt. Viele von uns bleiben beim Graveln in Italien bei den bekannten Optionen wie Toskana, Veneto, Piemont, Trentino hängen. Aber die Abruzzen bieden Ihnen mehr Möglichkeiten, nicht nur auf dem Rennrad, sondern gerade auch auf dem Gravelbike. Eingeladen von Melanie von Villa Ferranti war es ein Genuss. Möchtest du auch in diese Richtung? Lies dann schnell weiter!
Sonne über den Hügeln
Der Morgen in den Abruzzen beginnt nicht mit einem Wecker, sondern mit Licht. Herrliches Sonnenlicht, im frühen Frühling. Angenehm warm auch, viel wärmer als in den Niederlanden oder Belgien. Stell dir vor, du schaust einfach aus deinem Zimmer über eine herrliche hügelige Landschaft. Weiter entfernt siehst du die schönen Schotterwege, Olivenbäume und einen einzelnen Weinstock. Du kannst sie gerade nicht sehen, aber du kannst sie dir vorstellen: Dörfer, die sich an die Hügel klammern, als würden sie herunterfallen. Es sind herrliche Tage so in den Abruzzen, die bei unserem Basislager beginnen und enden: Agriturismo Villa Ferranti. Es ist ein perfekter Start für das ‘süße Leben per Rad’

Versteckt
Die Villa liegt versteckt zwischen sanften Hügeln, zwischen Reihen von Olivenbäumen. Du weißt schon, das Bild, von dem jeder träumt. Am frühen Morgen ist es dort noch altmodisch still. Nur das Klirren von Tassen und die Klänge der ersten Gespräche der Frühaufsteher, die Lust auf einen Tag Radfahren haben. Das Frühstück ist einfach, aber genau das Richtige: frisches Obst, heißer Kaffee, Fruchtsaft, frische Eier von den eigenen Hühnern und Croissants. So wie es sich in Italien gehört. Draußen geht die Sonne auf und strahlt über die Landschaft, und du weißt, dass ein weiterer Tag voller Schotter wartet.


Über Schotter gesprochen, das ist der Grund, warum wir hier sind. Wir haben ein paar schöne Tage geplant zusammen mit Abruzzo-Trail, vorbei an den Höhepunkten dieser Region. Sie organisieren im Juni eine Veranstaltung, die MAGS Experience. Wir fahren einige Abschnitte dieser Route. So bekommen wir schon einmal einen Vorgeschmack auf die Veranstaltung. Die Veranstaltung selbst ist natürlich einzigartig, daher können wir dazu kein 100%-Urteil abgeben.
Sie können die Routen fast in vier Teile aufteilen. Meer, Berge, Land und das Letzte wäre dann die Luft. Aber für die Luft gibt es dann einen anderen Küstenabschnitt. Lassen Sie sich auf einer Gravel-Tour durch die Abruzzen entführen!
Tag 1 – Die See
Die ersten Kilometer fühlen sich wie eine herrliche Einführung an. Wir ziehen Richtung Atri. Ungefähr Atrium die Schotterstreifen schlängeln sich durchs Landesinnere Richtung Küste. Es ist kein brutaler Klettertag, sondern eine angenehme, rollende Route: breite Wege, abwechselnd mit kurzen, knackigen Abschnitten, wo Ihre Reifen kurz nach Grip suchen. Es ist manchmal ein bisschen anstrengend, aber das gehört in Italien dazu. Wenn das Meer erscheint, Föhrenhain, öffnet sich die Landschaft vollständig. Es ist dort wunderschön und die Aussicht auf die Torre di Cerrano, Das macht es komplett. Dafür kommt man in diese Region.

Nach dem Mittagessen erwartet uns ein weiteres wunderschönes Ding in Civitella del Tronto. Die Besteigung dorthin schmerzt zwar ziemlich, aber oben ist es pures Vergnügen in der wunderschönen Stadt/Festung, erbaut von der Familie de Bourbon Parma. Auch weiter entfernt, in Campli und Teramo, sucht es nach schönen Geschichten in den Straßen und Gassen. Von dort geht es zurück zum ‘Basislager’. Um die ersten Eindrücke dieser schönen Umgebung zu verarbeiten.


Tag 2 – Die Berge
Am nächsten Tag ändert sich die Kulisse. Richtung L'Aquila, bei vielen vor allem bekannt durch das verheerende Erdbeben vor einigen Jahren, wird die Landschaft rauer, stiller, grandioser. Die Straßen sind weniger fehlerverzeihend: Hier findet man mehr lose Steine, man stößt auf steilere Abschnitte und Anstiege, und wunderschöne Ausblicke, wo man wieder kurz verschnaufen kann. Das ist auch nötig
Es ist Schotter, aber etwas rauer, etwas weniger poliert als das nette Toskana zum Beispiel. Oder das Champagner-Schotter, von dem alle immer reden. Kommst du zu Peltuinum dan fährst du buchstäblich durch die Geschichte, während der Wind freies Spiel auf den offenen Ebenen hat.
Wer sich in Richtung des Tirino-Tals begibt, entdeckt ein anderes Abruzzen: Es ist hier weiter, mit einem Fluss, der zwischen den Bergen auf beiden Seiten plätschert. Mit Grün (zumindest im Winter/Frühling) und einem anderen Gefühl als am ersten Tag.
Tag 3 – Das Land
Zurück in den Hügeln rund um Montefino wird das Radfahren wieder anders. Die Straßen werden hier wirklich ‘Weglein’. Schmaler, kurviger, als wären sie ein wenig für uns angelegt worden. Vorsicht vor Autos hier, aber die hört man oft schon ankommen, weil sie kurz hupen. Das ist ein lokaler Brauch in ganz Italien.
Unter Arsita und Bisenti Findest du auch wieder das authentische Italien und die authentische Region Abruzzen. Der Schotter hier ist verspielt und verräterisch zugleich. Ein Abstieg kann prächtig erscheinen, aber am Ende doch hässlich technisch sein. Zu viel Enthusiasmus wird also manchmal bestraft. Tja, das ist eben, wie es ist.
Unter Castiglione Messer Raimondo und Castilenti Du findest mehr kulturellen Einfluss und es geht ineinander über.


Tag 4 – Die Küste der Trabocchi
Die letzte Fahrt bringt alles zusammen. Die Trabocchi-Küste ist ein Ort, an dem Natur und Tradition aufeinandertreffen. Die hölzernen Fischerkonstruktionen ragen wie fast Kunstwerke, wenn auch zerbrechlich, ins Meer hinein.
Am Radweg fühlt es sich an wie ein Fest. Nach drei Tagen Radfahren wollen sie immer noch, aber sie strampeln verdammt noch mal noch ein wenig dagegen an. In Ortona blicken Sie über die Adria und erkennen, wie vielfältig diese Region ist: von schroffen Bergen bis zu glitzernden Küstenlinien, mit Dörfern, die fast verlassen sind, bis zu mehr Lärm auf den großen Dorfplätzen und in den Küstenstädten.
Kurz gesagt: Schotter in den Abruzzen: vier Tage genießen!


Villa Ferranti – ein besonderer Ort
Wir bleiben also in Agriturismo Villa Ferranti. Was diesen Ort besonders macht, ist, dass man hier echte Authentizität findet. Die Zimmer sind komfortabel, aber auch funktional, mit Blick auf die Umgebung. Ein echtes Basislager also, wo man abends noch voll und ganz das angenehme Klima genießen kann. Auch wenn das Wetter mal nicht mitspielt. Dann gibt es genug Raum, um sich zu entspannen und trotzdem einen schönen Aufenthalt daraus zu machen.
Außerdem ist auch an die Radfahrer gedacht. Sie finden hier:
- Ein Ort, um Ihr Fahrrad sicher aufzubewahren
- Wartungsplatz mit etwas Werkzeug
- Waschmaschine für deine Kleidung
- Essen und trinken für unterwegs
Wenn Sie ein Fahrrad brauchen: das kann auch geregelt werden.
Abruzzenpfad MAGS Erlebnis
Möchtest du die Region auf andere Art erkunden? Dann schau dir die Aktivitäten von Abruzzo-Trail. Sie sind unter anderem der Organisator des Bikepacking-Events Abruzzenpfad MAGS ERLEBNIS, das dieses Jahr am 19. Juni organisiert wird und schon an seinem ist die siebte Auflage.
Dies ist ein Bikepacking-Event mit verschiedenen Routen, von 200 km Schotter mit 3500 Höhenmetern bis zu einer 470 km langen Explorer-Tour mit 7600 Höhenmetern. Das können nur wundervolle Tage auf dem Fahrrad sein. Der Start des Events ist am 19. Juni, du erhältst die GPX-Routen und kannst selbst entscheiden, wann du exakt startest. Der Startplatz für das MAGS-Erlebnis ist in Rosetta der Abruzzen, 40 Autominuten vom Haus entfernt.
Dies ist ein sogenanntes ‘nicht unterstütztes Ereignis’, aber entlang der Strecke gibt es dennoch Orte, an denen Sie etwas zu essen und zu trinken bekommen, gemäß der ‘Abruzzo Hospitalità’. Das kann nur gut sein. .

Unmittelbare Umgebung
Der Standort ist abgelegen, aber mit wenigen Autominuten ist man in Montefino, perfekt auch für den Besuch der lokalen Pizzeria. Weiter nördlich liegt Cellino Atanasio, ein weiteres Dorf, wo man von einer einfachen Pizza und Tiramisu bis zum vollständigen italienischen Diner in einer Trattoria oder Osteria wählen kann. Wo Nonna noch die Fleischbällchen dreht und man am liebsten bis zum Ende des Tages bleibt. Inklusive lokaler Wein.
Die beiden Besitzer, Melanie und Bauke, sind superfreundlich. Nichts ist zu viel. Zufällig war gerade etwas in meinem kleinen Appartement kaputt gegangen, und noch am selben Tag wurde für eine Lösung gesorgt. Toll, Komplimente an beide. Der Pool bei der Villa, haben wir das eigentlich schon erwähnt? Das ist auch ein Bleibt-dran.


Es ist ein Ort, wo man sich, je länger man bleibt, immer mehr wie zu Hause fühlt.
Praktisch – wie komme ich dorthin
Die Villa liegt wunderbar abgelegen, außerhalb des Dorfes in den Hügeln. Das bedeutet, dass Sie ein eigenes Fahrzeug benötigen, um dorthin zu gelangen, oder Sie veranlassen, dass Sie vom Flughafen abgeholt werden.
Flughäfen in der Nähe:
- Pescara (Flughafen Abruzzen) – mit Direktverbindungen nach Eindhoven – Flughafen Weeze und Brüssel Charleroi
- Ancona (1,5h Fahrt) mit direkter Verbindung nach Amsterdam und Brüssel
Zug/ÖPNV
- Von Mailand (ein logischer Ausgangspunkt) können Sie mit dem Zug (Frecciarossa – Hochgeschwindigkeitszug) in 6 Stunden nach Teramo, was in der Nähe liegt, kommen. Eine kluge Reise könnte dann sein:
- Nachttrein nach Zürich (Abfahrt gegen 21:00 Uhr von Utrecht) – Umsteigen in den Schnellzug nach Mailand. 12 Uhr Ankunft in Mailand. Dann um 12:50 Uhr der Zug Richtung Neapel, mit Umsteigen in Giulianova Richtung Teramo. Ankunft dort um 18:50.
Auto
Mit dem Auto ist es gut 1,5 Tage fahren, mit über 1600 Kilometern von Utrecht nach Villa Ferranti und fast 1500 km von Brüssel bis zum ‘Basislager’.
Schotterstraßen – Abruzzen – Villa Ferranti
Unten finden Sie einige der schönen Routen in der Region, die wir gefahren und erkundet haben.
Eine Antwort
Und Ralph hat viel Schönes in den Abruzzen entdeckt. Schön, dass du in der Villa Ferranti als Basis übernachtet hast. Und du bist einen erheblichen Teil des wunderschönen Abruzzo Trail Mags Experience gefahren.